4. Was geschieht im Gehirn?

Den Symptomen der Alzheimer-Krankheit liegt ein Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten zugrunde. Der Verlust von Nervenzellen tritt nicht nur in der Hirnrinde auf, sondern auch in tiefer liegenden Hirnstrukturen. Durch den Untergang der Nervenzellen werden auch die der Informationsweiterleitung und -verarbeitung dienenden Übertragungsstellen zwischen den Nervenzellen zerstört.

Das Typische der Alzheimer-Krankheit besteht darin, daß das Absterben von Nervenzellen mit der Bildung charakteristischer pathologischer Eiweiß-Ablagerungen einhergeht, den Plaques. Sie bilden sich außerhalb der Nervenzellen. Innerhalb der Nervenzellen kommt es zu einem zweiten Prozeß, der Bildung von abnorm veränderten Eiweißbruchstücken, die sich in Form von Fäserchen ablagern. Dabei handelt es sich um die von Alois Alzheimer bereits beschriebenen Neurofibrillenbündel. Infolge des Absterbens von Nervenzellen in tieferen Hirnstrukturen kommt es weiterhin zu einem Mangel an Signalüberträgerstoffen, dem Acethylcholin.

Letzte Änderung: 03.07.2020
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