HausärztInnen sind in der Regel die ersten Ansprechpartner bei einem Verdacht auf "kognitive Störungen". Sie werden aufgesucht, um abzuklären, warum das Gedächtnis nachlässt und der Alltag schwieriger zu bewältigen ist. Meist begleiteten sie die Patienten und deren Familien auch während der langen Krankheitsdauer.
Spezialisten zum Thema Demenzerkrankungen sind Neurologen und (Geronto-)psychiater in niedergelssener Paxis oder spezialisierten "Gedächtnis-Sprechstunden". Sie werden eingeschaltet, um einen Verdacht diagnostisch abzuklären und ggf. eine Behandlung einzuleiten.
Während der langen Krankheitsphase sind die Patienten und ihre Familien darüber hinaus darauf angewiesen, bei chronischen und/oder akut auftretenden Erkrankungen medizinisch und menschlich gut betreut und begleitet zu werden.
Auch wenn für Augen- Haut- und Zahnärzte, Internisten, Chirurgen, Kardiologen, Gynäkologen, Urologen, Orthopäden oder Notärzte das medizinische Fachwissen um dementielle Veränderungen nicht an erster Stelle steht, so sollten auch diese Ärzte und ihre MitarbeiterInnen in Praxen oder Kliniken besser auf den Umgang mit Demenzpatienten und ihren Angehörigen vorbereitet sein.
Demenzpatienten benötigen mehr Zuwendung und mehr Zeit, eine anstehende Behandlung oder Operation muss gut vorbereitet und mit den Angehörigen besprochen werden. Angehörigen sollten mehr Möglichkeiten eingeräumt werden, den Kranken zu begleiten und bei einem Klinikaufenthalt als Bindeglied zwischen Personal und Patient zu fungieren.
Im Rahmen der Kampagne "Verstehen Sie Alzheimer?" haben sich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, die Bayerische Landesärztekammer, die Bayerische Landeszahnärztekammer, der Berufsverband Deutscher Nervenärzte in Bayern und der Ärztliche Kreis- und Bezirksverband München beteiligt. Die Alzheimer Gesellschaft München e.V. steht weiterhin im Austausch mit den Verbänden, um immer wieder eine angemessene und gerechte ärztliche Betreuung und Behandlung der Kranken anzumahnen.